22.7.2013 (Montag):
Vormittag fahren wir mit der Straßenbahn zur Altstadt. Zuerst besuchen wir den Praca do Comercio, einen der größten Plätze Europas. Weiter geht es bergauf zur Hauptkirche der Stadt Lissabon, der Catedral Sé Patriarcal, in dessen Bereich sich ein Kloster mit römischen Ausgrabungen und mit gotischen Kreuzgängen befindet.

 
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Nach der umfangreichen Besichtigung der Kathedrale geht es weiter bergauf Richtung Castelo, dabei lauschen wir zwei portugisischen Straßenmusik-Sängerinnen, besuchen ein interessantes Palazzo. Das Castelo de São Jorge, eine Festungsanlage mit integrierter Burgruine, wurde jahrhundertelang als Königsburg genutzt. Die Burg wurde 1755 beim großen Erdbeben weitgehend zerstört. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten ist die Anlage wieder in einem guten Zustand. Es war sehr angenehm, in dieser Burganlage zu schlendern. Gleich hinter dem Eingang der romantische Garten mit Olivenbäumen, Kiefern,   . Im Castell selbst konnte man die 4 Türme besteigen und auf den Mauern entlang laufen mit schönen Panorama-Blicken auf die Stadt und den Tejo. Mittagessen in einem netten Restaurant unterhalb der Burg, dann Einkaufen und zurück mit dem Taxi zur Marina.

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Abends dann ein schöner Sonnenuntergang und die Abschiedsfeier mit Giovanna und Andi. Für beide geht es morgen früh 4:00Uhr mit dem Taxi zum Flughafen.

23.7.2013 (Dienstag):

Für Vormittag haben wir die Besichtigung des Hieronymus-Klosters geplant, auch dorthin fahren wir mit dem Taxi. Das Kloster gilt als bedeutendster Bau der Manuelinik, einer portugiesischen Variante der Spätgotik, die auch einige Elemente der Renaissance enthält. Das Kloster wurde 1983 in die Liste des Weltkulturerbes der Unesco aufgenommen. Den Eingang bildet ein Prunkportal mit einem Standbild des Erzengels Michael. Die Kirche weist den Grundriss eines romanischen Kreuzes auf. Das Kreuzgewölbe umfasst mit einem einzigen Bogen eine Spannweite von 30m. In der Kirche sind u.a. die sterblichen Überreste des Kardinal-Königs Henrique (Heinrich der Seefahrer) und des Seefahrers Vasco da Gama beigesetzt. Das Originelle an dem doppelstöckigen Gebäude mit quadratischem Grundriss im Klosterbereich beruht auf der Kombination von religiösen und königlichen Wahrzeichen mit naturalistischen Elementen. Der Löwenbrunnen diente den Mönchen als Waschgelegenheit. Das alte Refektorium besitzt ein vieladriges Flachgewölbe dessen Wände mit Kacheln verkleidet sind, auf denen Szenen aus dem Leben Josefs in Ägypten gezeigt werden. 

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Anschließend laufen wir zum Denkmal von Heinrich dem Seefahrer, das wir bereits beim Einlaufen in den Rio Tejo vom Wasser aus gesehen haben und dann entlang des Tejo unter der Hängebrücke hindurch zu unserer Marina. Es ist wieder sehr heiß und wir sind froh, im Schatten auf unserem Boot zu sein. Nachmittags trifft unser neuer Mitsegler Jörg Sielisch ein – der 3. Jörg an Bord. Abends bei lauer Luft genießen wir das Nachtleben in der Oberstadt. Eigentlich wollten wir ein Fado-Restaurant besuchen, hatten aber den Eindruck, dass es sich dort um Touristenabzocke handelt und dem wollten wir uns nicht unterziehen. Überall in den engen Straßen sind Restaurants, man sitzt auf Treppen und in urischen Kneipen wird auch Fado gesungen. Vorbei kommen wir auch an einem der bekanntesten und ältesten Cafes der Stadt, dem Brasileira im Viertel Chiado bevor ein Taxi uns zur Marina fährt. Um Mitternacht erwarten wir Edgar Seilz, den 2. neuen Mitsegler, der dann auch etwas verspätet an Bord eintrifft.

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24.7.2013 (Mittwoch):

Unser letzter Tag in Lissabon, Edgar und Jörg 3 machen eine Stadtrundfahrt und Hillu und Jörg 1 und Jörg 2 fahren mit Metro und Straßenbahn zum Expo-Gelände.
Die Weltausstellung Expo 98 fand vom 22. Mai bis zum 30. September 1998 hier statt und stand unter dem Motto „Die Ozeane: Ein Erbe für die Zukunft“. An der Expo nahmen 143 Länder und 14 internationale Organisationen teil. Während der 132 Öffnungstage besuchten 10,12 Millionen Menschen die 340 Hektar große Weltausstellung. Heute wird das populäre Ausstellungsgelände unter dem Namen Parque das Nações vermarktet. Wir schlendern über das Gelände, die meisten Hallen und Restaurants suchen Nachnutzer – schade um die vielen leerstehenden Gebäude. Die Seilbahn ist in Betrieb, wir fahren mit ihr in die Nähe der 17 km langen Vasco da Gama-Brücke, die ebenfalls 1998 gebaut wurde. Auf das Ozeaneum verzichten wir. Nachmittags wieder im Schatten an Bord.


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Abends nochmal die Nacht in Lissabon erleben, zuerst bei einem Glas Porto. Leider ist in der besonders urigen Fado-Kneipe alles reserviert, also entschließen wir uns zum Tapas-Essen.

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25.7.2013 (Donnerstag):

8:30 Uhr legen wir ab, nachdem Jockel Lietzman Richtung Flughafen verabschiedet wurde. Jockel, Andi und Giovanna haben uns 468sm begleitet.

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Die Brücke vor der Marina hält uns bis 9:00 Uhr auf, dann fahren wir in die Marina Belem zum Tanken (48,5 l). Vorbei geht es an den bereits stadteinwärts gesehenen Sehenswürdigkeiten, der Strom schiebt uns bis zum Meer. Wir fahren mit über 9kn über Grund. 10:30Uhr setzen wir Segel, nach 1¼ h nimmt der Wind ab. Der Motor muss zusätzlich arbeiten, nach einer weiteren halben Stunde nur noch der Motor. 13:00 Uhr erreichen wir das Cabo de Roca, der westlichste Punkt unseres Törns (38°46,3’N; 09°31,2’W). Ab 13:50Uhr kann wieder hoch am Wind gesegelt werden mit 13kn Wind aus W, einige Holeschäge sind erforderlich. Nach 68sm und 9h legen wir in der Marina von Peniche an. Auf einen Stadtbummel verzichten wir heute.

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26.7.2013 (Freitag):

8:00 Uhr legen wir ab, können schon nach ½ h die Segel setzen. Bei Wind aus NNW mit 12kn laufen wir rund 5kn. Vorbei geht es am Capo da Papao und dann über eine größere Bucht Richtung NNW. Immer hoch am Wind, teilweise mit Motorunterstützung, sind wir heute in 11h 63sm unterwegs. Heute ist Einklarieren in der Marina-Rezeption, Liegegebühr 38€. Zum Einkaufen kleiner Stadtbummel, Vieles ist nicht zu sehen. Es gibt ein modernes Casino und nette Restaurants. Wir sind heute aber auf Bordküche eingestellt.

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27.7.2013 (Sonnabend):

Wir legen 8:00 Uhr ab, heute ist der Himmel bedeckt, es gibt kurze Regenschauer, Wind ist umlaufend. Eine Gewitterwolke bringt ab 9:20 Uhr Wind, der aber nach 20min wieder weg ist. Ab 11:00 Uhr lohnt es sich zu segeln, mit Wind aus S laufen wir mit Groß und ausgebaumter Fock 6kn. 12:50 Uhr können wir den Gennaker setzen, mit dem in 4h 32 sm gesegelt werden. Ein toller Segeltag, den wir nutzen, nicht in Aveiro anzulegen, sondern bis Porto „durchzubraten“.

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Nach 66sm sind wir in Porto 18:15 Uhr in der neuen Marina Duoro angekommen. Der Spaziergang ist heute nur im Ortsteil in der Nähe der Marina. Dort erleben wir ein Volksfest, viele tanzen und singen in ihren Trachten.

28.7.2013 (Sonntag):

Ruhetag in Porto: Zuerst mit der Fähre auf die andere Fluss-Seite, dann zu Fuß in die Altstadt. Unterwegs überrascht uns ein ordentlicher Regenschauer.
Porto gilt als eine der ältesten Städte Europas, das historische Zentrum Ribeira ist als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen. Ein Großteil der denkmalgeschützten Häuser, im Erdgeschoß mit Restaurants und Läden, steht ab 1. Etage leer.

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Über der Ribeira auf einem Hügel thronend, befindet sich die zweitürmige Kathedrale von Porto. Im 12. Jahrhundert als romanische Wehrkirche erbaut und daraufhin im gotischen Stil verändert, erfuhr sie im 17. und 18. Jahrhundert einen vollständigen Umbau. Trotz dieser Umbauten blieb ihr ursprünglicher wehrhafter Charakter erhalten. Reich ausgestattete Altäre, unter anderem der vergoldete Hauptaltar im Chor, befinden sich in dem durch Schlichtheit auszeichnenden Innenraum. Charakteristisch für den gotischen Kreuzgang am rechten Seitenschiff sind die im 18. Jahrhundert angebrachten Azulejos. In unmittelbarer Nähe der Kathedrale befindet sich der Bischofspalast.

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Das Stadtbild wird zudem von zahlreichen Kirchen geprägt, die den noch heute weitverbreiteten Katholizismus erkennen lassen. Der markante Glockenturm der „Igreja de São Pedro dos Clérigos“ mit fast 76m Höhe diente einst den Seefahrern als Orientierungshilfe, heute ist er das Wahrzeichen der Stadt. Die dazugehörige Kirche strahlt mit ihrer zweistöckigen Fassade für einen Barockbau beinahe schlichte Eleganz aus.

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Die Dom-Luís-Brücke verbindet Porto mit Vila Nova de Gaia (Hauptstadt des Portweins) auf der Südseite des Douro. Die Brücke wurde vom Eiffel-Schüler Théophile Seyrig entworfen. Dahinter befindet sich die Maria-Pia-Brücke, die 1876–1877 von Gustave Eiffel entworfene Eisenbahnbrücke.

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Von der Prachtstraße der Stadt, der Avenida dos Aliodos, gehen die Haupteinkaufsstraßen ab. Das Rathaus Pacos de Concelho wurde 1916 im neoklassischen Stil entworfen. Der Bahnhof São Bento liegt unterhalb der Kathedrale. Die Vorhalle wurde 1930 mit außergewöhnlichen Azulejo-Bildern gestaltet, die historische Szenen wie die Eroberung Ceutas aber auch das Alltagsleben auf dem Land oder die Geschichte des Transportwesens darstellen.

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Nachdem wir dies alles besichtigt haben, wollen wir in das
Café Majestic, ein Jugendstil-Kaffeehaus in der Rua Santa Catarina mit Original-Innenausstattung aus den 1920er Jahren. Das hat heute leider geschlossen, aber dieses Cafe begeistert uns auch. Zurück mit dem Taxi und gleich an unseren reservierten Platz in einem Straßenrestaurant- sehr preiswert und lecker.

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