29.7.2013 (Montag):

8:15 Uhr legen wir in Porto ab, wir haben zwar “das Wichtigste - die Portweinkeller” nicht besucht, aber man kann nicht alles haben.

 
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Nach 20min kann der Motor aus, zuerst Groß, dann Gennaker und los geht es für 4½h bei Wind aus SW mit 8kn Speed. 25sm schaffen wir unter diesen Bedingungen. Früh ist der Himmel noch bedeckt, es gibt auch einige Regenwolken, die uns aber nur streifen. Ab 10:00 Uhr dann Sonnenschein, es macht wieder Spaß, die portugiesische Küste Richtung Norden zu segeln. Ab Mittag begleiten uns über 1h zwei Delphine. Erst bei meinem Versuch, mit ihnen zu schwimmen, haben sie leider keine Lust mehr, mit unserem Boot zu spielen.

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15:15 Uhr legen wir in Viana do Costelo an, Liegegebühr hier 29€.
Viana liegt nördlich der schlauchartigen Mündung des Flusses Rio Lima in den Atlantik. Der Stadtrundgang führt uns zuerst vorbei an mehrere Kirchen, vielen schönen Straßen und Gassen in ein Straßencafe. Einer der malerischsten mittelalterlichen Plätze Portugals ist die Praça da República mit dem dreischaligen Renaissancebrunnen. Er ist dank seiner Lage vor dem alten Rathaus (Paço do Cocelho) Treffpunkt und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt.

 
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Mit einem Elevator fahren wir zur Wallfahrtskirche auf dem Monte Santa Luzia, ein monumentales Gebäude im neo-romanisch, neo-byzantinisch, neo-gotischem Stil. Das Beste ist die Aussicht auf Fluss und Meer.

 
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Abends noch Reparatur desGennaker-Falls in der Mastspitze, Jörg wird dazu von den beiden Männern mit tüchtiger Kraftanstrengung nach oben gezogen.

 
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30.7.2013 (Dienstag):
 

8:30 Uhr verlassen wir unseren Liegeplatz bei Sonnenschein und leichtbedecktem Himmel. 1½h haben wir Wind aus NO mit 6kn, also nur motoren. Dann können wir segeln, wir kreuzen bei 12 bis 14kn Wind aus nördlichen Richtungen fast 8h. Speed meistens zwischen 6 und 7kn. Im Real Club Nautico von Vigo legen wir nach insgesamt 63sm an. Vigo
ist die größte Stadt Galiciens. Die Stadt verfügt über einen der größten natürlichen Häfen Spaniens und ist Standort der größten Fischereiflotte des Landes. Der Hafen von Vigo hat bei der Versorgung mit Meeresprodukten für den menschlichen Verzehr die weltweit größte Bedeutung. Wir machen nur einen kurzen Stadtbummel, bevor wir uns im Restaurant verwöhnen lassen.

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31.7.2013 (Mittwoch):

 
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9:50 Uhr wird abgelegt, der Wind soll erst später kommen. So richtig wird es aber heute nichts mit dem Segeln. Ab 14:00 Uhr setzen wir das Groß, der Motor muss aber unterstützend fast den ganzen Nachmittag mitbrummen. Wieder kreuzen Delphine unseren Weg – dieses Mal eine Gruppe von mindestens 10 Tieren. Unser heutiges Ziel ist Finisterre, nur eine Ankerbucht. Die Schwimmstege sind nur für kleine Motorboote geeignet. Nach 53sm wird der Anker in der Bucht bei 6m Tiefe in das Wasser gelassen. Mit dem Schlauchboot fahren wir an die Schwimmstege, schauen uns etwas im Ort um und dann geht es zum Abendessen zurück an Bord.
Übersetzt bedeutet Finisterre „Ende der Welt“. Das Kap ist aber nicht der westlichste Punkt des europäischen Festlands. Kap Finisterre liegt etwa 60 km westlich der Pilgerstadt Santiago de Compostela. Vielen Jakobspilgern gilt das Kap als das eigentliche Ende des Jakobswegs – der Camino da Fisterra endet hier.

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1.8.2013 (Donnerstag):

5:00 Uhr dreht der Wind und wird stärker, Jörg macht Ankerwache, 8:00 Uhr das Kommando Anker hoch. Nach einer halben Stunde haben wir das Kap Finisterre querab, Groß und Fock werden gesetzt, mit achterlichem Wind aus SW (wie auch von windguru angesagt) laufen wir mindestens 6Kn. 10:30 Uhr muss das 1. Reff ins Groß, nach einer Viertelstunde das 2. . Der Wind nimmt bis auf 28 kn zu, unser Speed ist entsprechend: 8 bis 11kn. Ab 14:00 Uhr die Reffs ausschütten, ab 16:30 Uhr brauchen wir den Motor als Unterstützung. Von dieser „Rauschefahrt“ sind auch die Delphine begeistert, mindestens 7 Tiere schwimmen vor dem Steven mit uns um die Wette. Nach 10¼h haben wir die 69sm geschafft, 62 davon unter Segel. Vorbei am Leuchtturm von La Coruna, hinein in die Hafenanlage der Stadt. Wir legen im Puerto Deportivo de las Animas in der Nähe der Hauptmole mit dem Centro de Trafico Maritimo an.

  
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Ab 19:00 Uhr dann der obligatorische Stadtbummel, wir laufen in die in der Nähe der Marina gelegene Altstadt. Zuerst erreichen wir die Iglesia Santo Domingo, weiter geht es durch die engen gepflasterten Gassen, schönen Plätzen zur romanischen Kirche Iglesia Santiago (gebaut im 12. Bis 13. Jahrhundert) zum Plaza de Maria Pita mit dem imposanten Rathaus. Anschließend das Abschiedsessen in einer der traditionellen Kneipen in der Straße Franja. Unser frischgebackener Opa Edgar verlässt uns morgen vorfristig. Eine Platte mit Meeresfrüchten wird genussvoll verspeist.

 
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2.8.2013 (Freitag):

Ruhetag in La Coruna: Jörg1 beginnt mit der Reparatur der unteren Großsegel-Latte, Jörg2 kauft Getränke ein, Edgar macht seine Fahrt zum Flughafen klar und Hillu beschäftigt sich mit den Reiseberichten. Dann Kontaktaufnahme mit unseren neuen Mitseglern, Ines und Olaf Koppin treffen gegen 11:00 Uhr am Boot ein. Edgar bringen wir 13:30 Uhr zum Bus. Dabei nochmals ein Blick zu den für La Coruna bekannten Balkons, fast jedes Haus hat eine andere Form. Dann eine Wanderung zum Herkulesturm. Es ist der einzige Leuchtturm aus der Antike, der heute noch in Betrieb ist – von den Römern im 1.Jahrh. errichtet. Der Turm wurde mehrfach umgebaut und hat jetzt wie die Zugangsrampe klassizistischen Stil. 2009 wurde er zum Weltkulturerbe erklärt.
Olaf und Ines sind bei dieser Wanderung schon dabei. Detlef Fehlisch treffe ich auf dem Rückweg zur Marina. Damit ist die neue Mannschaft vollzählig.

 
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Abends nochmal im Restaurant essen, wir gehen dazu in die Altstadt, diesmal in die Straße Galera.

3.8.2013 (Sonnabend):

Zwischen 10:00 Uhr und 11:00 Uhr treffen unsere neuen Mitsegler an Bord ein und beziehen ihre Kojen. Dann geht es gemeinsam einkaufen. Danach genießen wir bei einem Kaffee das Treiben auf der Plaza Maria Pita. Wir bunkern alles Gekaufte ordentlich weg und legen 14:00Uhr ab. Unser Sollkurs für die über 400sm ist 6° bis 10°. Anfangs ist der Wind schwach aus nördlichen Richtungen, der Himmel ist blau, die Dünung ist ¾ m. Nach 11sm können wir segeln, bis 20:30 Uhr teilweise mit Motorunterstützung. Dann ist diese nicht mehr nötig. Ab 22:00 Uhr dann Wacheinteilung: immer Zwei für 2 Stunden.

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Hier schon mal die Darstellung des gesamtes Weges, die Punkte geben an, wo wir die Position ins Logbuch eingetragen haben.

4.8.2013 (Sonntag):

Der Wind verstärkt sich vormittags auf 10kn, nachmittags werden es 14kn. Der Speed bei achterlichem Wind beträgt 6 bis 8kn. Am 1. Tag ist unser ETMAL 117sm. Den Motor brauchen wir nur, um Ladestrom zu erzeugen. Abends frischt der Wind weiter auf und kommt mit 20kn aus SW, Wellenhöhe 2m, Speed immer über 8kn. Das macht das Bordleben nicht gerade einfach. Unter Deck hat man schon zu tun, sich festzuhalten. Das mehrlagige Nachtwache-Outfit zieht man am besten an Deck an. Und Schwimmweste und Anleinen mit Lifebelt ist nachts sowieso Pflicht. Wir haben wiedermal eine totale „Rauschefahrt“ -die Biskaya zeigt sich von ihrer besten Seite.


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