8.7.2013 (Montag):
Anke und Margit gehen
die Kathedrale und die Alcazaba besichtigen, Jörg und Hillu lösen die Probleme
mit der Hafenpolizei. Wir liegen an einem privaten Platz, also falsch. Mit Hilfe
eines spanischen Sportfreundes können wir erreichen, dass wir im Stadthafen
bleiben können, wir müssen nur an eine andere Stelle (ohne Strom und Wasser)
verlegen. Liegegebühr für 2 Nächte 117€. Die Polizei nimmt alle unsere Daten
auf. Alles zusammen dauert 2h. 11:00 Uhr treffen unsere neuen Mitsegler ein:
Jörg (Jockel) Lietzmann und Giovanna und Andreas Löffler. Nach einer kurzen
Ruhepause besichtigen wir zu fünft die Kathedrale von innen - ein prunkvolles
imposantes Bauwerk.


Danach essen wir Tapas (sehr gut schmeckend) und laufen entlang der
Parkpromenade unter Palmen, Bananenbäumen,
sonnengeschützt zum Boot. Nach einer weiteren Ruhepause laufen Hillu,
Jörg und Jockel zur Alcazaba (Eintritt für Rentner 0,60€). Die Festungsanlage
ist sehr gut erhalten- unbedingt einen Besuch wert. Der Blick von dort auf die
Stadt, die Stierkampfarena La Malagueta, mit 14.000 Plätzen und einem
Durchmesser von 50m eine der größten Stierkampfarenen in Spanien, und
den Hafen ist wunderschön. 20:00Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen Abendbrot
mit leckerem Fisch. Auf dem Boot wird es zwar heute etwas eng aber irgendwie
wird es mit den 7 Personen schon gehen.

9.7.2013 (Dienstag):
7:45 Uhr verabschieden wir Anke und Margit. 8:00 Uhr legen wir ab. Jörg
macht die Sicherheitseinweisung für unsere neuen Gäste. Entlang der Küste
wieder mit Motor, da kein Wind , fahren wir nach Marbella. Badestopp und
Mittagessen auf dem Meer. Danach entwickelt sich Wind aus OSO mit 10 kn, mit
achterlichem Wind wird gesegelt. 15:00 Uhr erreichen wir unser Ziel, den Puerto
Deportivo Marbella, Liegegebühr 29€. Heute haben wir 31sm zurückgelegt, leider
nur 7sm gesegelt. Zum Stadtbummel mit Besichtigung der Altstadt geht es
18:00 Uhr, wie üblich sind die Temperaturen vorher nicht zum Schlendern
geeignet.

Mitte des 20. Jahrhunderts begann in Marbella die Entwicklung des
Tourismus. Viele Prominente, darunter in den 1970er Jahren auch der spätere
König Fahd von Saudi-Arabien, ließen sich Villen in und um Marbella errichten. In der Altstadt durch die vielen Gassen zu
schlendern und in einem Restaurant auf den Plätzen zu sitzen, macht einfach
Spaß. Man muss nicht unbedingt in Puerto Banus, dem „Ort der Reichen und
Schönen“ sein.
10.7.2013 (Mittwoch):
9:15 Uhr legen wir ab und hoffen auf Wind, mittags kommt für eine Stunde etwas.
Wir versuchen es zuerst mit dem Gennaker, dann mit Groß und Fock, aber alles
bringt nicht das gewünschte Ergebnis

Also bleibt für die 39sm bis Gibraltar zum Vorwärtskommen nur die Motorkraft,
15:00 Uhr der Flaggenwechsel, die britische Flagge wird stb gesetzt. Vorbei
geht es am Affenfelsen, dem Point auf Europa und der noblen Queensway Quay
Marina in die Marina Bay Gibraltar.
Bis Gibraltar haben wir genau 2222 sm
von Venedig aus zurückgelegt.
Gibraltar liegt an der Nordseite der Meerenge Straße von Gibraltar, an der
Europa und Afrika am dichtesten beieinander liegen. Das Territorium umfasst
eine Landfläche von 6,5 km2, wobei die Grenze zwischen Gibraltar und
Spanien nur 1,2 Kilometer lang ist.
Der an der Ostseite steil aus dem Meer aufragende Kalksteinfelsen (Upper
Rock) ist von Nord nach Süd etwa 6km lang und 1,2km breit. Die Spitze des
Felsens erreicht eine Höhe von 426 m.
An der Südspitze des Felsens, dem Europa Point – die Südspitze der iberischen
Halbinsel befindet sich allerdings nicht hier, sondern rund 25 km südwestlich
(Punta de Tarifa) –, stehen der 1841 eröffnete Leuchtturm von Gibraltar
(Gibraltar Trinity Lighthouse) und die in den 1990er Jahren errichtete
Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee, eine der größten Moscheen in einem nichtislamischen
Land.

Direkt neben der Marina die Rollbahn, es ist erstaunlich mit welcher
Geschwindigkeit zwischen Flugbahn und Straße gewechselt wird.

11.7.2013 (Donnerstag):
Ruhetag: Wir fahren mit dem Taxi zum
Fels von Gibraltar und dessen Aussichtspunkten bzw. Sehenswürdigkeiten (pro
Person 28€). Die Berberaffen: Eine Legende besagt, dass die britische
Herrschaft in Gibraltar beendet sei, sobald der letzte Affe den Felsen
verlassen hätte. Hintergrund dieser Legende ist eine Geschichte aus der Zeit
der Belagerung Gibraltars von 1779 bis 1783 (während des Amerikanischen
Unabhängigkeitskrieges): Damals sollen die Engländer von den Tieren vor einem
Nachtangriff der Spanier und Franzosen gewarnt worden sein. Der britische
Premierminister Winston Churchil ließ Berberaffen aus Marokko importieren, um
den vermutlich wegen Inzucht kränkelnden Affenstamm wieder zu stärken, und
hatte damit Erfolg. An der Stelle, wo wir nach Afrika sehen können, sehen wir nichts –nur Wolken, dafür ist der
Blick Richtung Hafen sehr schön.
Wir besichtigen die Michael's Cave Höhle und die in den Felsen geschlagenen
Verteidigungsanlagen der Belagerung von 1779–1783 (Great Siege Tunnels) und die
Tunnelanlage und Geschützstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg.


Die Main Street dient zum Einkauf weitgehend steuerfreien Alkohols und
preisgünstiger Tabakwaren, für uns interessant ein Stückchen England.

12.7.2013 (Freitag):

Das erwartet uns in den
nächsten Tagen, wir werden wohl in diesem Jahr nicht im Fahrtenwettbewerb
Segeln sondern in einem Motorclub unsere Bewerbung abgeben.
Nach dem Bezahlen von 33,25 £ legen wir 8:25 ab, fahren zum Tanken (41 l), und
verlassen den Hafen von Gibraltar. Unsere Fahrtrichtung ist SW durch die Straße
von Gibraltar.
11:30 Uhr erreichen wir den Südzipfel von Spanien und gleichzeitig den
südlichsten Punkt unseres Überführungstörns. Es ist die Isla de Tarifa mit dem
LT vom Punta Marroqui ( 36° 0,0´N, 05°37,3´W ). Bis hierher sind es 2239 sm,
davon segelnd 1204 und motorend 1135. Glücklich, dass bis hierher alles
geklappt hat und wir den Atlandischen Ozean erreicht haben.

Nun können wir segeln (Richtung NW), ab 13:45 Uhr setzt endlich guter Segelwind
ein. Wir kreuzen vor unserem Ziel Barbate noch etwas weiter und legen nach 45sm
an einem Fingersteg in einer relativ neuen Marina an (Liegegebühr 34€).
Stadtbummel, Einkaufen und Abendessen in der Stadt. Es gibt hier sehr
preisgünstig und lecker Fisch.
13.7.2013 (Sonnabend):
8:50 Uhr legen wir ab, heute ist der Himmel bedeckt und es ist diesig, die
Temperaturen bleiben angenehm. Ab 10:00 Uhr setzen wir die Segel, es ist
Motorunterstützung notwendig, der Wind kommt mit 7kn aus SW. Ab 13:15 Uhr ist
schöner Segelwind, Wind aus W mit 11kn, die Sonne setzt sich immer mehr durch,
Speed über 6kn. Wir segeln in die Bucht von Cadiz und legen 16:30 Uhr im Real
Club Nautico Nautico nach 44 sm, davon 30 sm (allerdings teilweise mit
Motorunterstützung) segelnd, an. Wir gehen in die Altstadt, zuerst zum Platz
Espana mit dem Monument a las Cortes, gehen zur Kathedrale. Diese ist bereits
geschlossen, aber den Kirchturm können wir noch besteigen und die Aussicht auf
Stadt und Meer geniesen. Weiter geht es an der Markthalle und an
Universitätsgebäuden vorbei, durch viele schmale Füßgängergassen und netten
Plätzen, weiteren Kirchen und zurück zum Boot. Einen schönen Segeltag
beschließen wir bei Abendbrot und Wein an Bord.
..

14.7.2013 (Sonntag):

8:50 Uhr verlassen wir
Cadiz, die 1. Stunde ist der Wind sehr schwach, aber noch Dünung. Dann setzen
wir die Segel, nach 1 h der Versuch mit dem Gennaker, aber nach ½ h schläft der
Wind wieder ein, also Gennaker runter und Motor an. Ab 13:00 Uhr setzt der
Segelwind richtig ein, mit Groß und Fock laufen wir 6 bis 7 kn bis zu unserem
Ziel Mazagon. Heute ist ein wunderschöner Segeltag, 36 sm von den insgesamt
48sm konnten wir segeln. In der Marina können wir unseren Dieseltank mit 31,8l
füllen und nach einer etwas langen Prozedur der Anmeldung liegen wir 18:00 Uhr
am Schwimmsteg fest. Der Spaziergang in der Stadt fällt kurz aus, es sind viele
Feriensiedlungen, Hotels, ansonsten
keine Sehenswürdigkeiten. Die gibt es in dem 20km entfernten Huelva, hier ist
nur eine sehr große Marina (Liegegebühr 37€).
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