Willi-Lehmann-Preis – Blaues Band – Dahme Classics

Die Verschiebung des Blauen Bandes der H-Jollen auf diesen Termin sollte die mit nur 6 Booten sehr spärlich besetzte Meldeliste erweitern … das hat leider nicht geklappt.
Die 5.5m Yachten zum Willi-Lehmann-Preis waren mit 7 Schiffen am Start und die Oldies – mindestens 50 Jahre alt (die Boote ! ) – um die Dahme Classics waren mit 5 Booten vertreten, vier Jollenkreuzer und eine Jolle. Die logistische Zusammenlegung von 3 einzelnen Veranstaltungen mit unterschiedlicher Anzahl Wettfahrten führte zu einigen Fragezeichen. Auch die Programme enthielten noch kleinere Fehler, die wir bis zum nächsten Mal beseitigen werden.
Der erste Begrüßungsabend fand somit schon am Donnerstag statt und fand in kleiner Runde statt, bis auf den harten Kern der Organisatoren hielt starker Regen wohl Mitglieder und Gäste fern.

Die 5.5er segelten bereits am Freitag Nachmittag, fast wie geplant, zwei statt einer Wettfahrt, da für das Wochenende eher weniger Wind angesagt wurde. Die H-2026 mit Ingrid und Andreas begleiteten sie.
Auf der GER-84 riss das Großfall beim Ablegen, trotz schneller Reparatur schafften sie es nicht mehr rechtzeitig zum ersten Start. Der Wind ermöglichte zwei spannende Läufe bei guten 3 Bft.
Einen beim Spinnaker-Manöver verlorenen Hut konnte ich bergen und dem Besitzer zurückgeben. Max Steigl fuhr auf der GER-79 – zumindest bis kurz vors Ziel – verfehlte dann bei einer Konterböe die Fußschlaufen und „sprang“ rückwärts aus dem Boot. Der Rest der Mannschaft fuhr zwar über die Linie, allerdings ohne Max und musste somit leider disqualifiziert werden. Max wurde unterdessen von Sabrina aus dem Wasser geborgen und zurück zu seiner Mannschaft gebracht. Die zweite Wettfahrt verlief bei ordentlichem Wind ohne nennenswerte Vorfälle.

Nach den Wettfahrten versorgte uns Wolfgang mit Kasseler und Sauerkraut aus der Gullaschkanone. Dazu gab es dank Jörg Freigetränke am beliebten „Cafe Sechseck“. Im Laufe des Abends kamen nach und nach die H-Jollen dazu und der zweite Begrüßungsabend fügte sich nahtlos ein. Den Kenterpreis für Max – ein Bier und eine Büchse Fisch auf dem Silbertablett – verweigerte er und somit musste sein Steuermann – ebenfalls Max – zur Belustigung der anderen Teilnehmer aushelfen.

Nach der Steuermannsbesprechung Sonnabend am Flaggenmast, zu der nun auch die H-Jollen und die Teilnehmer der Dahme Classics dabei waren ging es wieder auf den Seddinsee. Es folgte eine lange Wartezeit, bei etwas zunehmendem Wind konnte erst um 12:45 Uhr für die 5.5er gestartet werden, es folgten die H-Jollen und die Klassiker. Die H-2040 hatte Probleme mit der Rollfock und verlor wertvolle Plätze. Unabhängig davon gab es bei den H-Jollen noch einen korrigierten Frühstart und der ASB hatte zusammen mit einem Helikopter einen Rettungseinsatz am Westufer des Seddinsees, hoffentlich ist dort auch alles gutgegangen …
Während die 5.5er und die Klassiker nach 2 Wettfahrten den Heimweg zum Verein antraten, fuhren die H-Jollen noch ihren dritten Lauf.

An Land wurden alle am Grill mit Würstchen und Salaten versorgt. Im Laufe des Abends spendierten Katharina, Carsten und Wilfried noch ein Fässchen Bier und für die Damen gab es Sekt mit Schuss.
Zu vorgerückter Stunde mussten nochmal „Lebensmittel“ nachgekauft werden, da sie schneller als gedacht, zur Neige gingen.
Da heute nun die Segler aller drei Serien anwesend waren und sich noch einige Segelfreunde aus den Nachbarvereinen dazu gesellten, wurde es ein schöner Abend mit wirklich vielen Mitgliedern und Gästen. Alte Verbindungen wurden neu geknüpft und für die Zukunft neue Pläne für das Miteinander der Nachbarvereine geschmiedet.

Am Sonntag warteten wir vergebens auf Wind und so wurde um 12:00 Uhr das Ende der Wettfahrten ausgerufen.
Nun folgt das übliche Prozedere – Boote kranen, einpacken, verladen und sich auf die Kaffee- und Kuchentafel freuen, die die Wartezeit bis zur Siegerehrung überbrückt.

Vielen Dank an alle Teilnehmer und Helfer für ein tolles langes Wochenende.

 

Sieger Willi-Lehmann-Preis:
GER-125 mit W.-E. Richter, Beata Kallkowski und Bernhard Rathke vom WSV 1921

Sieger Blaues Band:
H 5 mit Frank Fritze und Andreas Will vom der SG Segeln Potsdam

Sieger Dahme Classics:
P 185 mit Bernd Aury und Sarah Westarp vom SC Rohrwall
O-599 mit Wilfried Lippert vom WSV 1921

Alle Ergebnisse und Fotos 

 

PS:
Heute (Sonnabend) war wieder einmal etwas mehr auf dem Wasser los … eben Wochenende. Während der Wettfahrten fuhren unzählige Motorboote in groß und klein, ausgeliehen aber auch privat, Party-Flöße nicht nur kreuz und quer durch das Regattagebiet sondern absolut rücksichtslos durch die deutlich erkennbare Start- und Ziellinie – sogar direkt beim Start. Weder unser großes Startschiff mit weit sichtbarem Flaggengestell noch unsere ebenfalls durch Flaggen deutlich erkennbaren Einsatz-Schlauchboote konnten dies nicht verhindern und wir ehrenamtliche Helfer mussten uns von Einigen noch dumm kommen lassen. Die erzeugten Wellen von den schlimmsten Ignoranten ließen sogar die Startschiffmannschaft derbe durchs Boot fliegen. Ein Besatzungsmitglied wurde dabei leicht verletzt, konnte aber vor Ort behandelt werden. Mehrere Floßboote, die bekanntermaßen sehr windanfällig sind, führen im Zickzack durchs Regattafeld. Diese Menschen beherrschen ihre Fahrzeuge in keinster Weise. Beim bloßen Zuschauen kann man kaum glauben, das auch nur ein Einziger von ihnen einen Sportbootführerschein hat oder eine verpflichtende Einweisung der Bootsverleiher erhalten hat. Die einfachsten Vorfahrtregeln und Verhaltensweisen sind ihnen unbekannt. Das nichts Schlimmeres passiert ist, kann man wohl getrost dem Zufall zuschreiben.
Ist es wirklich so schwer, sich aus einer für Nichtsegler unübersichtlichen Situation durch einfaches Umfahren des Gebietes herauszuhalten ? Das kann nicht die Zukunft auf dem Wasser sein !